La Rambla

La Rambla

Der bekannte Boulevard versprüht noch immer einen gediegenen herrschaftlichen Flair. Die Eleganz der nunmehr restaurierten Herrenhäuser und Stadtvillen ist gegenwärtig. Die Promenade zählt nicht zu den angesagten Einkaufsmeilen der Stadt. Nur wenige kleine Läden, ein paar Bars und Restaurants haben sich an der Straße niedergelassen. Vielmehr schlendern die Besucher entlang der Blumenstände, verbleiben für ein paar Tapas, ein Glas Wein und einem leichten Mittagsmenü. Geniesen das Erwachen der Stadt mit einem Café con leche am Morgen oder schauen auf einem der Bänke, im Schatten der großen Platanen, dem ruhigen Treiben zu.

Vor dem Eingang der Promenade wachen 2 Steinsoldaten , die aus der privaten Sammlung des Mallorquiners Antonio Despuig stammen, der später Erzbisschof von Valencia und Sevilla wurde.

Das Monument als Zeichen der Begegnung enstand erst in neuerer Zeit.

Die reizvolle Allee gab es nicht schon immer. Bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts führte dort ein Flußbett entlang. Da ist immer wieder zu dramatischen Überschwemmungen kam, wurde dort die heutige Promenade angelegt.

Auch mit der Bewahrung des Namens „La Rambla“ hat der berühmte Boulevard nicht leicht gehabt. Bis zur Zeit Francos hieß die Fußgängerzone La Rambla. Franco benannte die Promenade in die Via Roma, (so auch der Name der Straße vor der Rambla) und am Ende seiner Diktatur war es dann erst einmal wieder die La Rambla. 1998 wurde zu Ehren der Infantin Christina und ihres Ehemannes Iñaki Urdangarin die Bezeichnung La Rambla del Duces gewählt. 2013 jedoch geriet Iñaki Urdangarin in Verdacht, Steuergelder in nicht unbeträchtlicher Höhe veruntreut zu haben und so nun endlich ist es wieder die La Rambla.

Auf der Rambla finden immer mal wieder kleinere Messen statt, so auch ein Weihnachtsmarkt ab Anfang Dezember bis zu den Heilgen drei Königen.